JESSICA TWITCHELL

*1983 in Mellrichstadt, lebt und arbeitet in Köln

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Ornament und Spur

Ich baue Objekte, wiederhole, reproduziere und transformiere diese dann vom drei- ins zweidimensionale Medium. Eine gewisse bildhauerische, teils chronologische Umsetzung, die einen Innen- oder Außenraum erzeugen kann.

Der Titel meines Vorhabens im Haus Pfeffermann lautet: Ornament und Spur.

Das Haus ist das meiner verstorbenen Großeltern und starker Teil meiner Kindheit. Ich finde dort Details, die meine Erinnerung wecken, Erinnerungen, die mich ständig begleiten, und manches, an das ich mich nie erinnere, weil es für mich keine Rolle spielt. Aber ich gehe in dieses Haus und es erzählt in mir Geschichten und Begebenheiten.

Einem dualistischen Prinzip folgend lasse ich zwei Räume entstehen. Ein Raum wird mit einer zweiten ‚neuen‘ Haut in Form einer Plakatierung erschaffen. Diese ‚Haut‘ kann Wände, Boden und Decken überziehen und erzeugt eine Grenze zwischen dem Vergangenen und dem Jetzt.

Ein weiterer Raum entsteht durch einen pseudo-restauratorischen Eingriff. Unter alten Tapeten verstecken sich Malereien. Ich lege frei, was der Raum bisher verbarg. Es ist eine Art Entdecken, Freilegen, Entfernen. Als Personifzierung eines Wesens, eines Geistes aus der Vergangenheit und dem Jetzt, wiederhole ich dieses Prinzip im übertragenen Sinn und gebe ihm eine Gestalt in Maskenform. Diese könnten an eine traditionelle, auch in der Rhön gefeierten Maskenfasnacht erinnern oder aber durch einen ganz andernen Ausdruck eine gewisse Anziehungskraft ausüben.

BLAUER SALON
2017 – 2018
freigelegte Wandmalerei, Pivot Joint Economy Class: DIN A3 Fotokopien

PERSONAL
2017 – 2018
Performance
Maske aus Lindenholz bemalt,
Kleidung, Pfeifen